Schadstoffarme Wärme im Wohnzimmer
Holzspeicherofen «T-ONE-STONE» von Tonwerk Lausen mit Specksteinplatten, die die Wärme speichern und verzögert wieder an den Raum abgeben. Bild: Tonwerk Lausen
Aufgrund der Überarbeitung der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) per 1. September 2007 haben diverse Kantone ihre Umweltschutzgesetze überarbeitet. In einigen Kantonen sollen in diesem Zusammenhang neu auch Kontrollen für Holz-Heizungen unter 70 kW eingeführt werden. In diese Kategorie fallen insbesondere Stückholzheizungen, Schnitzelfeuerungen, Kochherde, Kachel- und Schwedenöfen sowie Zimmeröfen. Die Kontrolle würde in der Regel alle zwei Jahre durch einen Feuerungskontrolleur oder den örtlichen Kaminfeger durchgeführt.
Was wird verbrannt?
Bei diesen systematischen Kontrollen soll gleichzeitig eine Aschenprobe entnommen werden, um festzustellen, ob Holzabfälle oder gar Abfall in den Feuerungen verbrannt wird. Im Unterschied zu früheren Zeiten enthalten die heutigen Holz- und Haushaltabfälle deutlich mehr chemische Stoffe, die bei der Verbrennung zu giftigen Abgasen umgewandelt werden.
Die bedenklichen Stoffe, darunter Dioxine und Schwermetalle, lagern sich weitgehend in der Nachbarschaft ab. Klagen über Geruchsbelästigungen aus Holzfeuerungen haben zum Teil mit unerlaubten Brennmaterialien und zum Teil mit ungeeigneter Bedienung der Feuerung - vor allem beim Anfeuern - zu tun.
Was darf verbrannt werden?
Für handbeschickte Holzfeuerungen ist nur naturbelassenes, stückiges, trockenes Holz, z.B. Scheitholz oder Holzbriketts sowie Reisig und Zapfen zugelassen. Für automatisch beschickte Holzfeuerungen ist naturbelassenes, nicht stückiges Holz zugelassen, z.B. Pellets oder Hackschnitzel.
Holzfeuerungen und Feinstaub
Holz ist ein einheimischer und CO2-neutraler Energieträger, der gefördert werden sollte.
In kleinen Holzfeuerungen ist jedoch während des Verbrennungsvorgangs die Mischung von Brennstoff und Sauerstoff oft nicht optimal und die Temperatur zu wenig hoch. Dadurch werden viele Schadstoffe, besonders auch Feinstaub, freigesetzt. Um dem entgegenzuwirken, ist richtiges Feuern wichtig.
Anfeuern ohne Rauch ist eine innovative Methode, die den Schadstoffausstoss deutlich senkt. Das Brennholz brennt von oben nach unten. Dadurch brennt es langsamer ab, der Verbrennungsprozess kann besser kontrolliert und gesteuert werden. Dazu braucht es vier trockene Tannenholzscheiter mit einem Querschnitt von ca. 3 x 3 cm und einer Länge von ca. 20 cm sowie eine Anzündhilfe. In einer Kreuzbeige werden die vier Scheiter auf das vorher eingeschichtete Brennholz gelegt. Im Zentrum der Kreuzbeige, auf dem Brennholz platziert man die Anzündhilfe.
Damit das Holz rauchfrei und somit möglichst schadstoffarm abbrennt, braucht es genügend Sauerstoff. Es ist deshalb auf eine ausreichende Luftversorgung zu achten. Die Luftklappen müssen immer offen sein, wenn Flammen sichtbar sind. Zum Nachlegen nur trockenes, sauberes, gleichmässig gespaltenes Brennholz verwenden.
Wohlige Wärme
Um die erzeugte Wärme optimal für den Raum nutzen zu können, ist es sinnvoll, die Luftzufuhr nach dem Erlöschen des Feuers zu schliessen um die Wärme nicht durch den Kamin entweichen zu lassen. Wird in einem geschlossenen Speicherofen (z. B. mit Specksteinplatten verkleideter Ofen) eingefeuert, strahlen die aufgeheizten Verkleidungen noch Stunden später wohlige Wärme ab. Kombiniert mit einem Wasserregister können sogar Radiatoren in benachbarten Räumen geheizt werden.
Weitere Informationen sind unter www.fairfeuern.ch zu finden.




